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Die schleiftechnische Bearbeitung moderner Schneidwerkstoffe wie Cermet, PcBN (Polykristallines Bornitrid) und PCD (Polykristalliner Diamant) stösst mit konventionellen Bearbeitungsmethoden an ihre Grenzen. Das von Dr. Dietmar Kramer entwickelte ECD-Verfahren ist in der Lage diese Grenzen zu überwinden und bisher unerreichte Zerspanleistungen und Qualitäten bei der schleiftechnischen Bearbeitung moderner Schneidwerkstoffe zu erzielen.
Das ECD-Verfahren arbeitet mit zwei Elektroden – mit einer Schleifscheibe und einer Werkzeugelektrode – zwischen denen ein elektrisch leitendes Kühlschmiermittel (Elektrolyt) fliesst.

Das Anlegen einer elektrischen Spannung zwischen den beiden Elektroden führt zur Auflösung des metallischen Bindungssystems, welches in seine Ionen zerlegt, bzw. in Hydroxide und Oxide umgewandelt wird. Die Schleifscheibenbindung wird aufgelöst und hinter die Kornspitzen zurückgesetzt. Verstumpfte Schleifkörner werden von der Bindung freigegeben, wodurch sich ein optimaler Kornüberstand einstellt. Die Schärfgeschwindigkeit ist proportional zur Auflösungsgeschwindigkeit der Metallbindung, welche entsprechend dem Faradayschen Gesetz an der Stromquelle vorgegeben und geregelt werden kann. Der G-Wert, d.h. das Verhältnis zwischen abgetragenem Werkstücks- und verbrauchtem Schleifscheibenvolumen, kann unter Berücksichtigung des abgetragenen Werkstoffvolumens über die Stromstärke beliebig eingestellt werden.

Das ECD-Schleifverfahren arbeitet mit bronzegebundenen Diamant- bzw. CBN-Schleifscheiben. Im Gegensatz zu konventionellen Schärfekonzepten lassen sich mit dem ECD-Verfahren auch sehr feinkörnige Schleifscheiben (z.B. MD 4 - MD 10) bei gleichzeitig hoher Konzentration bis zu C(B) 200 schärfen. Zudem findet beim ECD-Verfahren keine Abbildung der Kinematik des Schärfevorgangs auf der Schleifscheibentopographie statt! Der erzielbare Kornüberstand einer ECD geschärften Schleifscheibe kann bis zu 100 % des Korndurchmessers betragen.

Weitere Informationen zum ECD Verfahren finden Sie im Publikations- und Downloadbereich.